JTL Wawi
Inhaltsverzeichnis
Geschrieben von
Marcel Denzin
Geschäftsführer / CEO
Zuletzt aktualisiert: 14. Sep. 2026
Seien wir ehrlich: „E-Rechnungspflicht“ ist kein Thema, bei dem irgendjemand vor Vorfreude aufspringt. Es klingt nach der Sorte Aufgabe, die man unter „mach ich später“ ablegt — gleich neben „Bürokram sortieren“. Das Problem: Dieses „später“ hat ein festes Datum, und das rückt näher, als den meisten Unternehmern bewusst ist.
Wenn du über JTL-Wawi bereits Rechnungen erstellst und versendest, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, das Thema nicht länger vor dir herzuschieben, sondern zu automatisieren. Nicht, weil wir Compliance-Panikmache lieben — sondern weil die Unternehmen, die jetzt automatisieren, von der Deadline kaum etwas mitbekommen werden, während alle anderen in letzter Minute hektisch werden.
Die Einführung der E-Rechnungspflicht in Deutschland läuft in Stufen — und da verliert man schnell den Überblick, welche Regel für wen gilt. Hier die Kurzfassung:
Erkennst du das Muster? Der Empfang war der leichte Teil — das können die meisten Systeme schon längst. Beim Versand wird es interessant, denn dafür muss sich nicht nur dein Postfach ändern, sondern dein gesamter Rechnungsprozess.
Genau an dieser Stelle steigen viele Entscheider gedanklich aus — deshalb hier die Erklärung ohne Fachchinesisch.
Eine E-Rechnung ist kein PDF, das du per E-Mail verschickst — das zählt nicht mehr. Sie muss ein strukturiertes, maschinenlesbares Format sein, das Buchhaltungssoftware automatisch auslesen kann. In Deutschland begegnen dir dabei vor allem zwei Formate:
Für die meisten Shopbetreiber und B2B-Verkäufer ist ZUGFeRD in der Praxis oft die pragmatischere Wahl, weil eine für Menschen lesbare Rechnung erhalten bleibt und gleichzeitig die Maschinenlesbarkeit erfüllt wird. Welches Format du konkret brauchst, hängt aber von deinen Kunden und deiner Branche ab — das klärt man besser früh, statt zu raten.
Die gute Nachricht: Bei JTL-Wawi musst du das nicht mit Klebeband und Bauchgefühl lösen. Die Erstellung und der Versand von E-Rechnungen lassen sich direkt in deinen bestehenden Bestell- und Rechnungsprozess einbauen — sodass automatisch das richtige Format rausgeht, sobald eine Rechnung erstellt wird. Kein manueller Export, kein zusätzliches Tool, das jemand im Blick behalten muss.
Je nach Setup gehört dazu typischerweise:
Es geht nicht darum, einen Compliance-Flicken draufzukleben, sondern E-Rechnung in einen Prozess einzubauen, der ohnehin schon im Hintergrund läuft.
Der Versand ist nur die halbe Miete. Nach den GoBD-Vorgaben müssen Rechnungen — auch E-Rechnungen — bis zu 10 Jahre lang im Original, unverändert und maschinenlesbar aufbewahrt werden. Ein ZUGFeRD-PDF, das du nachträglich einfach als flaches Bild abspeicherst, zählt dabei nicht: Die strukturierten Daten müssen erhalten und abrufbar bleiben.
Genau hier zeigt eine ordentliche Archivierungslösung wie JTL-Archive ihren Wert: Sie speichert Rechnungen GoBD-konform und revisionssicher, ohne dass du dir jemals wieder Gedanken über Ordnerstrukturen oder Dateiformate machen musst. Es ist nicht der spannendste Teil der E-Rechnungspflicht — aber der, der dich bei einer Betriebsprüfung rettet.
Wir verstehen es — 2027 klingt weit weg, und jedes Unternehmen hat gerade dringendere Baustellen. Aber E-Rechnung ist kein Schalter, den man von heute auf morgen umlegt. Es betrifft deinen Rechnungsprozess, deine ERP-Konfiguration, die Kommunikation mit Kunden und die Archivierung — und all das unter Zeitdruck kurz vor der Deadline zu testen, macht deutlich weniger Spaß, als es Monate vorher in Ruhe anzugehen.
Es gibt noch ein leiseres Risiko: Wenn deine Rechnungen nicht rechtzeitig im richtigen Format vorliegen, bekommst du unter Umständen auch nicht pünktlich dein Geld — viele B2B-Kunden werden nicht konforme Rechnungen schlicht ablehnen, sobald die Pflicht für sie greift. Das ist also nicht nur ein Compliance-Häkchen, sondern kann direkt deinen Cashflow treffen.
Du musst jetzt nicht alles auf einmal umkrempeln. Ein realistischer erster Schritt sieht so aus:
Wer das jetzt angeht, solange noch keine Deadline im Nacken sitzt, für den wird der Januar 2027 zu einem völligen Non-Event. Und genau so sollten sich Compliance-Fristen eigentlich anfühlen.
Nein. Seit 2025 müssen Unternehmen E-Rechnungen lediglich empfangen können. Die Pflicht zum Versand startet am 1. Januar 2027 — zunächst nur für Unternehmen mit mehr als 800.000 € Jahresumsatz. Ab 2028 gilt sie für alle.
Ein strukturiertes, maschinenlesbares elektronisches Format — etwa XRechnung oder ZUGFeRD. Eine gescannte Rechnung oder ein normales PDF per E-Mail erfüllt die rechtliche Definition einer E-Rechnung nicht mehr.
Das hängt von deinen Kunden und deiner Branche ab. XRechnung ist ein reines XML-Datenformat, das häufig im B2G-Bereich genutzt wird. ZUGFeRD kombiniert ein für Menschen lesbares PDF mit eingebetteten strukturierten Daten und ist für viele B2B-Unternehmen die praktikablere Standardlösung.
Ja. Mit den passenden Erweiterungen oder Schnittstellen (z. B. JTL-FFN oder dedizierten E-Rechnungs-Modulen) kann JTL-Wawi das richtige Format automatisch im Rahmen deines bestehenden Rechnungsprozesses erzeugen — ganz ohne manuellen Export.
E-Rechnungen müssen im Original, unverändert und maschinenlesbar bis zu 10 Jahre lang aufbewahrt werden. Eine dedizierte Lösung wie JTL-Archive übernimmt das automatisch und sorgt für Revisionssicherheit.
Neben möglichen Compliance-Problemen können Geschäftskunden Rechnungen ablehnen, die nicht dem geforderten Format entsprechen, sobald die Pflicht für sie greift — das kann Zahlungen verzögern und deinen Cashflow belasten. Wer frühzeitig automatisiert, umgeht sowohl die Hektik als auch dieses Risiko.
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